Schwankung des Leerlauf-Drehmomentes

Das Reibmoment wird ausschließlich für vorgespannte Kugelgewindetriebe definiert und ist im Wesentlichen durch Genauigkeitsklasse, Vorspannung und Schlankheitsgrad der Spindelwelle beeinflusst. Die Angabe der zulässigen Drehmomentschwankung erfolgt in % bezogen auf das Leerlaufdrehmoment infolge der Vorspannung.

Drehmoment-
niveau

Drehmomentschwankung in [%]
Für kurze Spindeln (L ≤ 40 · dN)
Bei längeren Spindeln siehe untere Tabelle!

Tpr0 [Ncm] Toleranzklasse
über bis P0 P1 P3 P5 T7
5 10 40 45 50 60 -
10 20 35 40 45 50 -
20 40 30 35 40 50 -
40 60 25 30 35 40 -
60 100 20 25 30 35 40
100 250 15 20 25 30 35
250 630 10 15 20 25 30
630 1000 - - 15 20 30

Drehmoment-
niveau

Drehmomentschwankung in [%]
Für lange Spindeln (L ≥ 40 · dN)

Tpr0 [Ncm] Toleranzklasse
über bis P0 P1 P3 P5 T7
5 10 - - - - -
10 20 50 50 60 60 -
20 40 40 40 50 60 -
40 60 35 35 40 45 -
60 100 30 30 35 40 45
100 250 25 25 30 35 40
250 630 20 20 25 30 35
630 1000 - - 20 25 35

Die Werte der Zwischenklassen können durch Interpolieren ermittelt werden. 

Technik-Tipp: 

Auf Wunsch liefert Steinmeyer vorgespannte Kugelgewindetriebe mit Protokoll für das Leerlauf-Reibmoment. Geprüft wird mit Ölschmierung bei 100 U/min, es können aber auch abweichende Prüfbedingungen oder Toleranzen vereinbart werden. Die hier aufgelisteten Richtwerte orientieren sich an der DIN bzw. ISO-Norm.

Toleranzen des Reibmomentes von vorgespannten Einzelmuttern (Vierpunktkontakt) werden jeweils vereinbart.

Bei Kugelgewindetrieben für die Luft- und Raumfahrt werden oft Leerlauf-Reibmomente protokolliert, und die richtige Funktion der Abstreifer bzw. Eiskratzer nachzuweisen. Diese Prüfung wird im ATP vereinbart und wird mit der Befettung im Auslieferungszustand durchgeführt.

© 2012 August Steinmeyer GmbH & Co. KG