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Fettschmierung

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Fragen & Antworten

Bitte beachten Sie: Wir verkaufen kein Fett.

Bei Fettschmierung (bitte auf Bestellung vermerken) wird der Kugelgewindetrieb mit einer Erstbefettung KLÜBER STABURAGS NBU 8 EP ausgeliefert.

Voraussetzungen

  • Fettpresse bzw. Zentralschmieranlage mit entsprechendem Zubehör (Fettmengenregler,....)
  • Kugelgewindetrieb-Mutter möglichst mit Schmieranschluß und Abstreifern
  • Schmierfett mit verschleißmindernden Zusätzen (EP) und geeigneter Viskosität (siehe auch Hinweise für Standardfette)

Fett-Auswahl
Es werden Wälzlager-Fette der Fa. Klüber empfohlen (siehe auch CSEM-Schmierstoffuntersuchung)

Die Nachschmierung sollte sehr sorgfältig erfolgen, da bei Kugelgewindetrieben ein größerer Fettverlust als bei Kugellagern entsteht. Generelle Intervallregelungen für die Nachfettung von Kugelgewindetrieben gibt es nicht. Die Intervalle der Nachschmierung sind von den Beschleunigungen, den Drehzahlen und den äußeren Einsatzbedingungen abhängig. Speziell bei Verunreinigungen wie Schmutz, Staub, Spänen, aggressiven Gasen und Flüssigkeiten sollten die Schmierintervalle verkürzt werden.
Bitte nehmen Sie in Zweifelsfällen die Beratung unserer Ingenieure in Anspruch.

Bei Anwendungsfällen wo infolge von Handlingsproblemen keine Nachschmierung erfolgen kann, liefert Steinmeyer Kugelgewindetriebe mit Lebensdauerfettschmierung.
Eine dauerhafte Schmierung wird mit Fettfüllung der Mutter und der Abdichtung durch spezielle Filzabstreifer, welche mit Spezialfett behandelt werden, erreicht. Dennoch sollte der Einsatz von Lebensdauerfettfüllungen (Funktionsfähigkeit bis zu 6 Jahren) sorgfältig geprüft werden.

Bei kurzhübigen, oszillierenden Kugelgewindetrieben ist der optimale Einsatz von Schmiermitteln besonders wichtig!

Zur Nachschmierung sollte möglichst das gleiche Fett wie bei der Erstbefettung verwendet werden. Mindestanforderungen zur Mischbarkeit von verschiedenen Fetten:

  • gleiche bzw. kompatible Seifenbasen
  • Grundöl gleicher Ölart und vergleichbarer Viskosität

Zur Nachschmierung können druckstabile Lithium- oder Bariumfette auf Mineralölbasis (siehe EP-Bezeichnung) verwendet werden. Fette mit festen Bestandteilen wie Molybdänsulfid oder Graphit sollten auf keinen Fall für Kugelgewindetriebe verwendet werden, da dies zu Funktionsstörungen in der internen Kugelrückführung führen kann.

Kugelgewindetriebe mit einem Nennduchmesser ab 16 mm, einer Langzeit-Fettfüllung, einer Lebensdauerfettfüllung oder Spindeln, die an einer Zentralschmieranlege angeschlossen sind, werden in der Regel einer automatischen Nachschmierung unterzogen.
Miniatur-Kugelgewindetriebe mit einem Nennduchmesser kleiner als 16 mm ohne Langzeit-Fettfüllung bzw. Lebensdauerfettfüllung müssen manuell nachgeschmiert werden.

Extreme Einsatzbedingungen, wie hohe Beschleunigungswerte, starke Vibrationen oder dem ständigen Betrieb unter Höchstdrehzahlen können zu starken Erhitzungen im Kugelgewindetrieb führen. Dies kann zu Schmierungsproblemen und somit zu einer geringeren Lebensdauer führen.

Auch der Einsatz von Kugelgewindetrieben unter extremen Umweltbedingungen wie z.B. Temperaturen unter -20°C bzw. über +100°C, Vakuumeinsatz (Drücken unter 10-6 bar), Strahlungen, Reinraumbedingungen oder in der Luft- und Raumfahrttechnik sollte mit unseren Ingenieuren besprochen werden.

Empfohlene Fette siehe Klüber Schmierstoffe