Drehzahlen

Kritische Drehzahl

Die kritische Drehzahl ist diejenige Drehzahl, bei der ein Kugelgewindetrieb Resonanzerscheinungen zeigt. Bei rotierender Spindel wird die maximale Drehzahl einerseits durch die kritische Drehzahl bestimmt. Sie ist abhängig vom Nenndurchmesser, der Spindellänge sowie der Lagerungsart.

Kritische Drehzahl

Maximaldrehzahl

Eine zweite Begrenzung ist die Maximaldrehzahl, die durch die auf die Kugeln wirkenden Massenkräfte gegeben ist. Sie ist von der internen Konstruktion der Mutter, der Kugelumlenkung und von der Kugelgröße bzw. deren Masse abhängig.

Maximaldrehzahl

DN-Wert

Eine vereinfachte Form der Definition dieser Maximaldrehzahl ist der sogenannte DN-Wert, der einen konstanten Maximalwert als Produkt aus Nenndurchmesser und Drehzahl darstellt. Diese einfache Methode liefert allerdings bei sehr kleinen Spindeln unrealistisch hohe Drehzahlwerte.

DN-Werte

Technik-Tipp

Während die Maximaldrehzahl möglichst nicht überschritten werden sollte (es gibt Sonderausführungen für höhere Drehzahlen, bitte anfragen), kann die kritische Drehzahl u.U. überschritten werden. Bitte kontaktieren Sie uns in solchen Fällen. Bei rotierender Mutter und stehender Spindel spielt die kritische Drehzahl u.U. keine Rolle.

Bei hohen Dauerdrehzahlen spielt aber die Erwärmung möglicherweise eine ausschlaggebendere Rolle: Zwar können Spindeln hohlgebohrt werden, damit sie gekühlt werden können, aber dies bedeutet einen relativ hohen Aufwand. Auch für Muttern wurde schon ein Kühlsystem erprobt. 

Eine Möglichkeit, höhere mittlere Drehzahlen zu fahren ohne die aufwändige Innenkühlung der Mutter ist unsere ETA+-Technik. Der ETA+-Kugelgewindetrieb erzeugt nur etwa die Hälfte der Verlustleistung und läuft daher deutlich kühler. Auf eine ansonsten notwendige Kühlung kann bei Verwendung von ETA+ u.U. verzichtet werden. Auch sind die Reckbeträge zum Ausgleich der Wärmedehung wesentlich niedriger, wodurch die Lagerbelastung signifikant reduziert werden kann.